Der folgende Artikel ist ein Gastbeitrag von Annika Echt von Shewolf Business. Solltest auch Du Interesse daran haben, einen Gastartikel auf mindsetmagazine.de zu veröffentlichen, findest Du hier alle weiteren Informationen.

Während ich diesen Beitrag schreibe, sind es noch genau 90 Tage bis zum Jahreswechsel. 90 Tage und damit knapp 3 Monate. Die einen mögen diese Worte lesen und sich denken „Wow, das ist wirklich fast schon morgen“. Das sind vermutlich die Menschen, die auch überrascht sind, dass bald schon wieder Weihnachten ist. Und dann gibt es Menschen, die sagen: „Wahnsinn! Noch 90 Tage, um alles aus diesem Jahr rauszuholen!“.

Das Jahresende nutzen

Ich habe einen ganz einfach Ansatz für mein Leben: Ich bereue nichts. Für mich gibt es keine Situationen, in denen ich verliere. Entweder gewinne ich oder ich lerne. Das mag danach klingen, als würde ich einfach naiv alles so hinnehmen, wie es ist. So ist es aber ganz und gar nicht. Vielmehr geht es darum, nicht vergangenen Chancen und Möglichkeiten nachzutrauern, sondern die Lektionen daraus zu lernen. Die meisten Menschen nutzen den Jahreswechsel, um sich viele Vorsätze zu setzen und immer wieder zu sagen: „Das wird mein Jahr!“. Warum sie aber jedes Jahr erneut scheitern, das hinterfragen sie dabei gar nicht. Deshalb beende ich mein Jahr mit einem Ritual, was ich auch Dir an die Hand geben möchte – die Jahresreflexion.

Ein Jahr hat 365, manchmal sogar 366 Tage und das ist eine zu lange Zeit, um sich wirklich an alles zu erinnern. So haben doch manche Menschen schon das Gefühl, ein Tag ist schlecht, wenn nur am Morgen der Bus Verspätung hatte und man anschließend im Regen warten muss, obwohl der Tag noch 23 weitere Stunden zu bieten hat. Aus diesem Grund habe ich angefangen, bereits über das Jahr hinweg einige Dinge aufzuschreiben. Das kann natürlich jeder für sich anders handhaben, aber hier einmal ein Beispiel, was Du aufschreiben kannst:

  • Bücher, die Du gelesen hast
  • Orte, die Du besucht hast
  • Dinge, die Du erreicht hast und die für dich eine besondere Bedeutung haben
  • Tage, an denen Du Zeit mit deinen Liebsten verbracht hast
  • Konzerte, die du besucht hast

Das Jahresende nutzen

Einige von euch nutzen vielleicht bereits ein Erfolgs- oder Dankbarkeitsjournal, um besser zu reflektieren, was an einzelnen Tagen gut verlief. Dann kannst Du natürlich deine Aufzeichnungen durchgehen und zusammenfassen.

Jahresreflexion – Stelle Dir die richtigen Fragen

Nun denkst Du Dir vielleicht, einen Moment mal. Wir haben Oktober, jetzt ist es dafür ein bisschen zu spät, um über das Jahr zu sammeln. Da hast Du Recht. Du kannst aber auch noch heute starten und Dir wird sicherlich viel aus dem Jahr einfallen. Schau dazu beispielsweise alte Kalender oder Posts durch, was Besonderes passiert ist. Neben dieser Methode möchte ich Dir aber noch einige Fragen mit auf den Weg geben.

  1. Was ist im vergangenen Jahr Positives oder Negatives passiert?
  2. Welchen Einfluss hatte ich auf diese Dinge? Wie habe ich darauf reagiert?
  3. Welche Wünsche hatte ich für das Jahr? Welche haben sich erfüllt und welche habe ich warten lassen?
  4. Welche Personen in meinem Umfeld haben mich weiter gebracht? Welche Personen haben mich viel Zeit gekostet?
  5. Womit habe ich dieses Jahr am meisten Zeit verbracht? Hat es mich glücklich gemacht und/oder mich weiter gebracht?
  6. Was würde ich ändern wollen? Was möchte ich im nächsten Jahr anders angehen?

Du kannst die Fragen natürlich so anpassen, dass sie für Dich am besten passen. Anstatt Dich zu fragen, was positiv oder negativ war, kannst Du Dich auch fragen, was Dich traurig oder glücklich gemacht hat. Du musst auch nicht gleich mit allen Fragen arbeiten und kannst selektieren oder eigene Fragen hinzufügen. Vielleicht hast Du ein spezielles Ziel, auf das Du 2018 hinarbeiten möchtest. Dann wäre es sicher sinnvoll, Dich einmal zu fragen, was passieren muss, damit Du dieses Ziel bestmöglich erreichst.

Nimm Dir für deine Jahresreflexion Zeit

Nimm Dir etwas Zeit

Für mich bedeutet eine Jahresreflektion einmal inne zu halten, sich Zeit zu nehmen zu hinterfragen, was passiert ist. Aber vor allem auch dankbar zu sein. Dankbar für all die schönen Momente, die auch in einem Jahr voller negativer Ereignisse immer wieder stattfinden. Glücklich zu sein ist eine Entscheidung, die Du jeden Tag erneut treffen musst. Das bedeutet aber nicht, einfach fröhlich durch die Gegend zu hüpfen und die Augen vor allem zu verschließen. Es bedeutet, aus jeder Situation und aus jedem Problem das Beste zu machen und für die Erfahrungen dankbar zu sein.

Wenn Du mehr zu der Jahresreflexion lernen willst, dann findest Du ab Dezember einen 4-Wochen-Plan auf meinem Blog shewolfbiz.de. Ich wünsche Dir, dass Du das Jahr mit Dankbarkeit beendest und voller Motivation in das Jahr 2018 startest.